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Das Phänomen inneres Kind – was ist das und wie kann man es „heilen“

Das Phänomen inneres Kind – was ist das und wie kann man es „heilen“

Mittlerweile ist in unseren Breiten Wissen zum Thema Inneres Kind für jedermann zugänglich. Und das ist gut so. In diesem Artikel möchte ich euch gerne erklären, was mit dem inneren Kind gemeint ist und was notwendig ist, damit es sich sicher, geborgen und geliebt fühlt – um diese kreative, liebevolle und lebendige Energie in deinem Leben zu aktivieren.

Mit „das innere Kind“ ist nichts anderes gemeint als der Ausdruck unseres natürlichen Kerns. Wer sind wir jenseits von allen elterlichen Konditionierungen? Mit elterlich sind hauptsächlich die Eltern gemeint, da wir den meisten Kontakt zu ihnen hatten (oder zu der Bezugsperson, die als Elternteil galt). Aber auch andere Erziehungspersonen wie Lehrer, Ausbildner, Trainer, Verwandte und sogar Vorbilder aus dem Fernsehen. All diese Personen haben uns gezeigt, wie die Welt „funktioniert“ und wie man sich selbst und andere zu behandeln hat. Es spielt keine Rolle, ob sie es verbal ausgesprochen haben oder nicht, wir lernten ununterbrochen von ihnen.

Das Problem ist, dass das nicht mit unserem inneren Sein, mit unserer Grundpersönlichkeit übereinstimmen muss. Das schafft eine Art Abspaltung – der natürliche Kern spaltet sich ab und das konditioniert Ego, mit all den übernommen oder erschaffenen Verhaltensmustern, übernimmt das Ruder.

Wenn das passiert, und das ist leider Gang und Gebe, fühlen wir uns innerlich verlassen, missachtet, ungeliebt oder verstoßen. Und schon leben wir unser Leben dahin, ohne den Zugang zu dieser kreativen, kindlichen, verspielten Energie zu haben, welches die Grundvoraussetzung für eine erfülltes und glückliches Leben ohne Drama ist.

Inneres Kind und Erwachsenes Ich ziehen an einem Strang

Inneres Kind und Erwachsenes Ich ziehen an einem Strang

Die Arbeit mit dem inneren Kind bedeutet, wieder einen Zugang zu legen zu diesem Wesensanteil und es wieder Teil des Alltags werden zu lassen. Und das Geheimnis dies zu ermöglichen ist iegt im physischen Körper, im Zulassen und fühlen von Gefühlen.

Ein Baby kann sich nur über seine Gefühle und seinen Körper ausdrücken und wir waren alle Babies. Bei unserer Geburt waren wir noch unser natürliches inneres Kind. Folglich ist es notwendig, sich seinen Gefühlen zu stellen anstatt davor wegzulaufen und sie zu verdrängen. Und wir sind leider Meister im Verdrängen – wir sind beschäftigt, konsumieren im Übermaß Nahrungsmittel oder Drogen jeglicher Art, verlieren uns in Schuldzuweisungen und Opferverhalten – das alles (und noch vieles mehr) sind Anzeichen von Verdrängung. Das heißt, anstatt uns mit unseren Innenwelt (der Welt des inneren Kindes) auseinander zu setzen, versuchen wir diesen „Schmerz“ zu betäuben durch äußere Aktivitäten. Das ist leider keine Lösung – Es mag kurzfristig Erleichterung bringen, aber das Kernproblem ist nach wie vor da.

Sich seinen Gefühlen zu stellen mit aller Macht, seinen Körper zu spüren und in seinem Körper verankert zu sein ist Grundvoraussetzung, damit ein gesunder Ausgleich zwischen Innerem Kind (Körper), Geist (Gedanken) und Seele (höheres Selbst)  entstehen kann.

Man kann ganz klein anfangen, mit herkömmlichen Alltagssituationen. Da Kinder (folglich innere Kinder) nur im Jetzt verankert sind, zeigen sich Themen aus der Kindheit ausschließlich im Jetzt. Also auch wenn du z.B. als kleines Kind beleidigt wurdest von deiner Mutter ist es nicht notwendig in die Vergangenheit zu reisen und die Ursache zu suchen (auch wenn es sehr hilfreich sein kann, allerdings verliert man sich sehr schnell darin), sondern Alltagssituationen herzunehmen und zu beobachten, wie man auf eine unfreundliche Person reagiert.

Der übliche Weg ist der Weg der Verdrängung – z.B. der Verkäufer ist unfreundlich, ich fühl mich danach „schlecht“ aber anstatt diesem Gefühl ins Auge zu blicken neigen wir dazu, dem Verkäufer die Schuld zu geben – obwohl, aus universeller Ebene betrachtet, der Verkäufer der Auslöser einer Situation von früher ist und dir eigentlich „helfen“ will, dich deinem Schicksal zu stellen – wenn ich das mal dramatisieren darf :-). Natürlich ist es leichter gesagt als getan, deswegen ist Üben hier so wichtig. Mit unangenehmen Situationen, die dich nicht komplett aus der Bahn werfen, die aber „unguat“ sind, wenn ich das mal waldviertlerisch ausdrücken darf.

Gesünder wäre es sich zurückzuziehen und sich zu fragen, „was fühle ich, wenn ich an den Verkäufer denke“ und innerlich ja zu sagen zu dem Gefühl – so lange bis es ausgefühlt ist. Selbst das kann eine Herausforderung sein, wenn du gar nicht mit deinem Körper verbunden bist und den Zugang zu deinen Gefühlen verloren hast. Hier ist jeder wo anders abzuholen.

Aber durch tägliches Üben fühlst du allmählich, was in dir vor geht und welche falschen Überzeugungen aus der Kindheit dazu geführt haben, dass du die Welt so siehst, wie du sie siehst.

Übung für den Alltag

Setz dich am Abend hin vor dem Schlafengehen, und schließe deine Augen. Atme einige Male tief ein und aus. Atme Frieden ein, und Stress und Hektik aus. Denk an eine Situation, die heute oder eben kürzlich passiert ist. Vorzugsweise eine negative Begebenheit, die dich beschäftigt hat, dich aus der Bahn geworfen, oder nach der du dich einfach „schlecht“ gefühlt hast und die dich immer noch beschäftigt und dich „schlecht“ fühlen lässt, wenn du daran denkst. Frage dich :Wie gehts mir, wenn ich an die Situation denke?“ Und jetzt lenke deine Aufmerksamkeit zu deinem Körper. Am Anfang genügt es, wenn du dich einfach nur mit einem Organ verbindest. Für diese Übung kannst du auch dein Hände auf deinen Naben legen. Und jetzt schau nach innen und sieh, welche Gefühle auftauchen und lass einfach geschehen. Egal ob das Wut, Trauer, Aufregung, Verzweiflung, Grant, Eifersucht oder was immer es ist. Wichtig ist nicht, dass du es benennen kannst (kannst du natürlich :-)) sondern das Fühlen steht im Vordergrund und vor allen das „ja, es ist eben so“. Denk daran, es ist nur ein Gefühl, du wirst daran nicht sterben. Benutze deinen Atem, um die Gefühle auszuatmen, so lange, bis du innerlich „cool“ bist, wenn du an die Situation denkst.

Das ist eine einfache, aber kraftvolle Übung für den Alltag. Wenn du emotional nicht kompromittiert bist sondern innerlich gelassen, kannst du die Situation und deine Einstellung dazu viel eher verändern, als wenn so starke Gefühle da sind, die dich aus der Bahn werfen und du versuchst bist, davor wegzulaufen. Das ist der erste Schritt, um mit deinen Gefühlen in Einklang zu kommen und ein Leben in Harmonie mit deinem natürlichen Wesenskern zu leben.

Dieser Artikel ist sehr allgemein gehalten auf Grund der Größe dieses Themas aber ich hoffe dennoch, dass es dir einen kurzen Einblick in die Arbeit mit dem inneren Kind gibt und dir hilft zu verstehen, was damit eigentlich gemeint ist.

Ich wünsche dir, dass du Zugang zu deinem natürlichen Kern findest, falls du es noch nicht getan hast und dein Leben so lebst, als wäre es das Paradies auf Erden – es ist unser Geburtsrecht.

Author Info

Aloisia Derin

Ich bin Hara Shiatsu-Praktikerin & Energetikerin und Leiterin des Arinio, Zentrum für Körper- & Energiearbeit, und Mitbegründerin von Locotino.de, dem virtuellen spirituellen Coach. Durch eine schwere Krankheit in der Kindheit, welche ich nunmehr als Wegweiser sehe, bin ich zu alternativen Medizin, TMC und Energiearbeit gekommen. Ich freue mich sehr, Menschen auf dem Weg zu Wohlbefinden und Lebensfreude unterstützen zu können. Die Erfolgserlebnisse meiner KlientInnen sind mein Antrieb und zusätzlich meine Familie, bestehend aus meinen zwei Söhnen und meinem wunderbaren Mann, der mir stets eine große Stütze ist.

Comment ( 1 )

  • Ingrid

    Hallo, sehr interessant, merke an mir, dass immer wieder Situationen mit Zwangscharakter auftreten, je älter ich werde, umso weniger kann ich meine negativen Gefühle verdrängen.
    Hauptsächlich reagiere ich mit Wut, die ich vorher aber oft unterdrücke und sich dann schier unkontrollierbar ihren Weg bahnt.
    Ihr Artikel spricht mich sehr an.
    Lg

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